Ängste am Morgen......
Heute morgen um 4.00 Uhr wachte ich auf und fragte mich: was ist denn jetzt los?
Ich hatte plötzlich erhebliche Angst, dass das, was ich hier auf meine Webseite schreibe, alles Quatsch ist. Dass das, alles gar nicht stimmt und lächerlich ist. Das zog sich so ca. 3 Stunden hin. Immer mal wieder einschlafen und wach werden. Tiefgründige und existentielle Angst, die hochkam. Es fühlte sich so an, wie an den Pranger gestellt worden zu sein und die Menschenmenge steht vor mir und zeigt mit dem Finger auf mich.
Und nein, ich wollte es nicht schreiben, zumindest mein Verstand sagte: Nein, warum? Das ist einfach nur allein mein Ding! Das geht keinen etwas an.
Aber - das habe ich mir so angewöhnt - immer da, wo meint Verstand schreit und meint: Nein! Das geht gar keinen was an. Das ist mir zu peinlich. Oder auch bei meinen Ängsten, immer wenn ich denke: Ja. das könnte ich mal machen! Dann kommt: Nein, das geht nicht, davor ich tierische Angst (beispielsweise Spinnen oder meine Echsenangst...), dann mache ich es gerade extra. Es kostet mich erhebliche Überwindung, manchmal meine ich auch sterben zu müssen. Aber ich lebe immer noch! Und meine Angst nimmt ab.
Da heißt es dann weiter machen. Gut, dann schreibe ich es eben! Na gut, dann liest es eben meine Verwandtschaft. Ich bin das schwarze Schaf und war schon immer das schwarze Schaf. Schwarze Schafe sind sicher seltener als weiße. Und dennoch gibt es mehr von diesen schwarzen Schafen, man muß sie zwar suchen, aber dennoch ab und zu gibt es mal eines. Und scharze Schafe sind durchaus sehr hübsch anzusehen. Ich werde mal schauen, was es mit mir macht und finde es auch durchaus wichtig, diese Erfahrung zu machen, da ich in der Vergangenheit eher zurückhaltend mit meiner Meinung war.
So ähnlich stelle ich es mir vor, wenn man ein Buch schreibt, dass in der Öffentlichkeit Anstoss erregt und man dann in der Luft zerpflückt wird. Aber Dieter Bohlen und auch Charlotte Roche leben immer noch. Und ich werde es auch überleben.
Wie heißt es so schön, ein Buch schreibt der Autor nicht für die Öffentlichkeit, sondern für sich selber. Als Aufarbeitung seines Lebens oder um sich über etwas klar zu werden, oder es lichtet viele Dinge in seinem Leben, oder evtl. bei dieser Webseite - sie begleitet mich Tag für Tag (ich hatte schon Tat für Tat geschrieben, was sicherlich auch nicht falsch ist...).
Und außerdem sage ich mir immer: Nicht soviel nachdenken, einfach tun. Was geschrieben ist, ist geschrieben, also stehen lassen. Augen zu und durch. Basta!
Nur eines möchte ich nicht: den Menschen, die mich umgeben und auch meinen Kunden: Ich möchte keinem etwas vormachen. Etwas zu sein, was ich nicht bin. Aber ich bin viel mehr als ich je meinte zu sein. Das wird mir monatlich und täglich immer klarer. Ein schönes Gefühl! Neue Seiten in sich zu entdecken, eine neue Wertschätzung mir gegenüber zu entdecken.
Wenn mir jemand mal schreiben möchte, ist er herzlich dazu eingeladen über das Kontaktformular mir zu schreiben.





